Sonntag, 5. Juni 2011

Von Salo nach Naantali



Kilometer 87,37

Fahrzeit 4 h 45 min

Früh morgens um 4 Uhr fing es leicht an zu Regnen. Ich bin aufgestanden und hab den Sitz des Liegerades abgedeckt. Das hatte ich nicht gemacht, weil ich wegen des starken Windes fürchtete, das das Rad mit dem Regenschutz schneller umgeworfen wird. Es hat aber nur wenig geregnet und immer wieder aufgehört. Ich bin dann recht früh hoch und ziemlich genau um 8:00 Uhr losgefahren. Geregnet hat es dann nicht mehr. Anfangs war es noch relativ windig. Später kam dann die Sonne raus. Während der Fahrt ging es, auch wenn ich mir irgendwann meine kurze Hose angezogen habe.

Heute war die Strecke schön. Kleinere, aber gut ausgebaute Straßen und nicht ganz so Steil.


Wenig Verkehr und landschaftlich bis auf einige Kilometer um Turku herum recht schön. Durch Turku bin ich mitten durch. Das ging dann mit dem GPS recht gut. Dort hab ich dann Mittags am Ufer eines Flusses etwas gegessen.

Nach dem Essen bin ich dann weiter um die letzten Kilometern nach Naantali hinter mich zu bringen.

Ich hab dann mein Zelt aufgebaut, geduscht und bin in die Stadt gegangen um sie mir anzusehen. Die Stadt ist Schön - eine richtige Sehenswürdigkeit.

Es gibt viele Holzhäuser, die meisten in Stil von Villen.

Im Hafen lagen eine Menge Boote. Es gab gerade ein Fest mit Straßenständen, das gerade beendet wurde.

Ich hab dann ein Eis mit 2 Kugeln gegessen (für sagenhafte 4,60 € - und es waren für meine Begriffe ganz normale Kugeln, keine Großen), hab mich in einen Park gesetzt und gelesen und bin später noch Essen gegangen. Leider habe ich auf dem Campingplatz wieder kein WLAN. So muss ich die Texte später veröffentlichen.

Morgen werde ich sehr früh aufstehen, da ich um 08:15 Uhr eine Fähre bekommen möchte, die etwa 35 km von hier entfernt liegt. Es fährt zwar noch eine, die aber erst am Nachmittag. Das würde dann mit der Folgefähre auf die erste der Aland-Inseln (Brändö) zu spät werden. Aber das frühe Losfahren ist auch in Ordnung wenn es wieder so warm wird und die Sonne soviel scheint. Ich habe mich erst als ich die kurze Hose angezogen habe eingecrement. Meine Beine und mein Gesicht – aber meinen Nacken habe ich vergessen. So hatte ich natürlich dort einen Sonnenbrand.

Samstag, 4. Juni 2011

Von Omnäs-Tamissari nach Salo


Kilometer 80,98

Fahrzeit 4 h 23 min

Vorweg: Es wurden nur gut 80 km. Aber der Reihe nach. Ich bin sehr früh aufgestanden, weil ich ohne Brille auf die Uhr gesehen habe und voll Schreck dachte, dass es bereits sehr spät sei. Ich habe aber falsch herum auf die Digitaluhr gesehen. Es war dann 5:48 als ich die tatsächliche Uhrzeit bemerkte. Ich habe mir dann viel Zeit gelassen und einige Dinge trocknen lassen und bin etwas nach 8:30 Uhr los. Es war aber in Ordnung. Die Temperatur war schon früh relativ hoch. Den ganzen Tag schien die Sonne. Gegen Nachmittag kam dann wieder starker Wind auf.

Gefrühstückt habe ich nur ein übriggebliebenes Brötchen von Gestern. Später hab ich dann Unterwegs zwei weitere Brötchen gegessen.

Die Strecke war nicht so toll. Solange ich auf der zweistellig bezeichne Straße nach Salo fuhr, war die Straße zwar hervorragend, es war aber viel Verkehr. Die kleinen Straßen waren dann teilweise wieder sehr steil, da die Straßenführung jeden Hügel mitgenommen wurde. Auch heute waren einige Schotterstraßen dabei.
Landschaftlich Reizvoll war es nur zu einem geringen Teil.

Die Randgebiete von Salo waren nicht schön und die Zufahrt zum Campingplatz ließ mich schlimmes befürchten. Aber der Platz ist zumindest nett gelegen, am Ende einer Landzunge, die vermutlich nur durch den Damm der zum Campingplatz führte zu einer Landzunge wurde. Aber es gab ein Café, das selbstgebackenes der Betreiber angeboten hat.

Morgen geht es dann über Turku nach Nantalie. Ich hoffe auf etwas ebenere Straßen oder zumindest nicht mit so starken Steigungen.

Freitag, 3. Juni 2011

Von Helsinki nach Omnäs-Tamissari


Kilometer 158,18

Fahrzeit 8 h 48 min

Nach der langen fahrt mit der Fähre bin ich endlich in Finnland angekommen.





Vorweg: Es war ein anstregender Tag. Geplant hatte ich eine Strecke von etwa 135 km. Das fand ich für den ersten Tag schon recht viel. Es wurden dann aber noch einige km mehr. Das lag daran, dass ich mein GPS nicht richtig eingestellt hatte und nur nach einer Übersichtskarte fuhr. Die Detailkarten hatte ich nicht aktiviert. Aber dies Reise ist auch meine erste mit einem GPS. Sonst bin ich immer mit Landkarten, meist sogar speziellen Karten auf denen auch die Radwege aufgeführt sind gefahren. Dies hat aber auch einen erheblichen Nachteil. Bei etlichen strecken mußte ich nahezu an jeder Kreuzung anhalten und nachsehen wo es weitergeht. Mit GPS ist das bei guter Planung der Touren anders. Als ich etwa 60 km gefahren hatte ware etwa die Hälfte der bis dahin zurückgelegten Strecke Umwege. Meine Unsicherheit hat sich also auch darin etwas fortgesetzt. Dann ist mir noch einmal mein GPS-Gerät während der Fahrt, bei mehr als 20 km/h auf die Straße geflogen (weil ich es vorher nicht richtig hab einrasten lassen), später als ich die Accus wechseln musste ist anscheinend die Speicherkarte aus der Verriegelung im Gerät gerutscht – was ich natürlich nicht sofort bemerkt habe. Plötzlich war aber keine Karte mehr verfügbar. Zuerst dachte ich, dass dies die Folge des "abfluges" meines GPS-Geräts war. Es lag dann glücklicherweise aber nnur an der herausgerutschten Speicherkarte. Das GPS hat den Sturz aber gut überstanden.

Die ersten 80 km bin ich praktisch nur Radwege gefahren. Später dann fuhr ich auf Landstraßen mit meist wenig Verkehr. Es ging ziemlich hoch und runter. Hoch mit tatsächlich auch mal nur 5 km/h und runter dann immer wieder mit über 40 km/h. Ich habe auch an ein paar wenige Hügel schieben müssen. Das waren nur kurze Strecken, die aber besonders Steil waren. Manche davon waren obendrein Schotterwege, so dass ich dort zusätzlich bedenken hatte wegzurutschen. Es gab auch solche (Kies-) Wege bergab, die ich mit aller Vorsicht und mit beiden Füßen auf dem Boden herunter gerollt bin, weil die richtig steil nach unten gingen.
Die Finnen sind sehr rücksichtsvolle Autofahrer. Sie passen gut auf die Radler auf und überholen im Zweifel lieber nicht.

Zwischenzeitlich habe ich mich etwas besser daran gewöhnt mit dem Gepäck zu fahren. Das Fahren ist auch kein Problem. Aber nach wie vor das Anhalten, das Absteigen und das Aufsteigen. Das Rad ist hinten so schwer, dass es mir schon einige male umgekippt ist.

Im Randbezirk von Helsinki stehen die schönsten Villen, direkt an der Küste.

Dazu in solchen Mengen, dass man sich wundert. Die Finnen scheinen grundsätzlich über relativ viel Geld zu verfügen. Es gab auf der heutigen Strecke zumindest praktisch keine verlassenen und heruntergekommenen Häuser, wie man das immer wieder in Schweden sieht. Das mag nicht repräsentativ für ganz Finnland sein, aber mir fällte es hier auf.

Als ich endlich angekommen bin hab ich mein Zelt aufgebaut , habe geduscht und bin im Campingplatz – Restaurant Essen (und was trinken;-)) gegangen.


Das Essen war erstaunlich gut. Aber es hat fast das Doppelte gekostet wie die Nacht auf dem Campingplatz...

Meine morgige Route beträgt nach meiner Planung nur 85 km. Mal sehen wieviel Kilometer es dann tatsächlich werden.